Glenmorangie Tusail – Karen Fullerton lud zum exklusiven Tasting in Berlin 

Journalisten, Händler, Barkeeper und Blogger folgten der Einladung am 26. Februar 2015 in die Berliner Malzfabrik, um die 6. Private Edition aus dem Hause Glenmorangie zu testen. Die Malzfabrik ist vielen Genießern durch die Berliner Whiskymesse „Whisky-Herbst“ bekannt, welche dieses Jahr nun zum dritten Mal in Folge in den alten Mauern stattfinden wird. 

Die Verkostung selbst umfasste nicht nur den Tusail sondern auch den 10-jährigen „The Original“ und  wurde von der Schottin Karen Fullerton durchgeführt, Global Brand Ambassador bei Glenmorangie. Natürlich gab es jede Menge Hintergrundinformationen zum Herstellungsprozess, der Lagerung und den eigens zur Produktion von Fässern gekauften Wald in Missouri, USA.

Neben den beiden Single Malts  konnten die Gäste auch am New Make sowie den fassstarken 10-jährigen Single Malts (welche für den 10-Jährigen gemischt und auf 40% alc. verdünnt werden) riechen. Ich habe es mir selbstverständlich nicht nehmen lassen, diese im Anschluss auch alle zu testen.

 

Der Tusail selber wird mit 46 % alc. abgefüllt und ist streng limitiert, wie streng, dazu komme ich später noch. Das Besondere am Tusail ist die verwendete Gerste „Maris Otter“, welche zur Produktion handgemälzt wurde und sonst nicht in der Whiskyproduktion zu finden ist. Die Reifung erfolgte in Ex-Bourbonfässern, zum Alter gibt es keine Angabe. Erfreulich ist, dass der Single Malt nicht kühlgefiltert worden ist, laut Moet Hennessy ist er allerdings gefärbt.

 

Spannende Hintergrundinformationen gab es natürlich auch, so erläuterte Karen auf welchen Märkten der Tusail vertrieben wird: Deutschland, Großbritannien, USA, Taiwan und Russland. Meine Nachfrage zur Färbung stiftete bei Moet Hennessy etwas Verwirrung. Karen versicherte, dass der Glenmorangie Tusail im Gegensatz zum 10-Jährigen  definitiv nicht mit Zuckercouleur gefärbt ist, warum das Label der Flasche dennoch eine solche Produktwarnung ziert, konnte nicht geklärt werden.* Zur Limitierung einzelner Abfüllungen äußert man sich bei Moet nicht so gerne, in einem Halbsatz beschränkte Karen die Menge der „Cases“ auf rund 3.600, was am Ende allerdings nicht noch einmal bestätigt wurde.

Im Fazit fand der Abend in gemütlicher Atmosphäre, mit spannenden Diskussionen und gutem Whisky an einem wirklich tollen Ort statt.

Selbstverständlich wird der Glenmorangie Tusail hier mit Tastingnotes vorgestellt werden.

Das Oberstübchen der Malzfabrik in Berlin Tempelhof

 

*Farbstoff muss gekennzeichnet werden, allerdings muss gekennzeichneter Whisky nicht zwingend Farbstoff enthalten