Offizielle Vorstellung: Laphroaig 32 Jahre 

 

Zum Auftakt der Messe "Whiskyherbst" luden Laphroaig sowie "Wein & Whisky" am 3. September 2015 in die Berliner Laphroaig-Lounge ein, um dort die neue 32-jährige Abfüllung seinem Publikum vorzustellen.  

Der erste dram des Abends

Der Abend begann um 19 Uhr und wurde neben dem Inhaber Werner Hertwig von Markenverteter_innen des Beam-Suntory Konzerns begleitet. Durch die Veranstaltung führten die Schottinnen Bryony Boyd und Christianne Macgregor. 

Natürlich gab es nicht nur ein einfaches Tasting, die Veranstaltung wurde durch ein "Food-Pairing" unterstrichen. Zum jeweiligen Whisky wurde eine Speise gereicht, in welche genau dieser eingearbeitet worden ist. So gab es zum Laphroaig Triple Wood einen Schinken, der mit eben dieser Abfüllung gebeizt wurde. Oder eine Focaccia mit Whisky, später noch Laphroaig-Gele in Gemüse, am Seeteufel und mit Laphroaig verfeinertes Risotto. 

Bevor wir zum 32-Jährigen kamen, wurden der bereits erwähnte Triple Wood, der 10-Jährige und der 15-Jährige ausgeschenkt. Zwischendurch gab es immer wieder Anekdoten zur Geschichte der Brennerei. Für einen Lacher sorgten die Schottinnen auch, da ihnen die mitgebrachten Whiskys in Berlin ganz anders als in der Heimat schmeckten. Denn auch Ort, Emotionen und andere Einflüsse können geschmacklich entscheidend sein. 

Am Ende gab es dann den ersehnten 32-Jährigen, gereift in Oloroso-Sherryfässern. Abgefüllt wurde er mit 46,6% Alkohol. Deutschland werden 400 Flaschen erreichen, Preislich wird die Abfüllung so um die 1.100 € kosten. 

Mein erster Eindruck: 

Der Single Malt braucht etwas Zeit im Glas, bevor er sich voll entfalten kann. Neben Orangenaromen und Beerenfrüchten kommt vor allem eine cremige Süße zum Vorschein. Daneben Holz und Gewürze. Auf dem Gaumen ist der Laphroaig dann deutlich intensiver, hier kommt dann auch eine leichte Rauchnote hinzu. Zudem fallen kräftige Fruchtaromen (Fruchtgummi), Zimt und Gebäck auf, das Eichenholz ist präsent. Im Abgang dann lang, aber nicht zu lang. Trocken und mit den Aromen der Nase und des Gaumens.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung mit einem super Whisky, wenn auch für einen ziemlich hohen Preis.