Der Hammer fällt – Neue Whiskyauktionsplattform „Whiskytrust“ geht an den Start! 

 

Whiskyauktionen erfreuen sich höchster Beliebtheit, die richtige Zeit für einen neuen Anbieter, dachte sich das Team der neuen Plattform „Whiskytrust“, die erste Auktion wird am 1. August beginnen und bis zum 5. September laufen. Die Seite ist über www.whisky-trust.de erreichbar, dort kann man sich bereits jetzt einen guten Eindruck über Aufmachung des Systems sowie die ersten zur Versteigerung anstehenden Flaschen machen. Auch besteht jetzt schon die Möglichkeit, sich zu registrieren.

Über die Entstehung von „Whiskytrust“ und die Funktionen konnte ich mit Stefan Hilger aus dem Gründerteam sprechen.

 

(nom) Hallo Stefan, was waren die Beweggründe Whiskytrust zu gründen?

(WT) Die Entscheidung, die Firma Whiskytrust zu gründen, wurde in der Silvesternacht 2014 über einem 1967er Linkwood von Gordon & MacPhail getroffen! Wir sind  ein gemischtes Team mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen, z.B. in der Leitung des Unternehmens Scottish Import, welches sich auf den Import von schottischem Lachs spezialisiert hat und dort seit über 20 Jahren eines der führenden Unternehmen im deutschsprachigen Raum ist. Was uns verbindet ist die Leidenschaft und Liebe zum Whisky.

(nom) Wann startet ihr - wie lange dauert eine Auktion und gibt es feste Zeiträume?

(WT) Die erste Auktion beginnt am 1. August 2015, Einsendung der Flaschen ist möglich bis zum 15.07.2015. Der erste Hammer fällt schließlich am 05.09. Weitere Auktionen sind zunächst im Abstand von zwei Monaten geplant, also in diesem Jahr starten wir dann noch im Oktober und Dezember. Die Auktionen dauern zwischen 4 und 6 Wochen. Wir werden aber auch zeitnah einen Auktionskalender mit den nächsten Terminen auf unserer Seite veröffentlichen.

(nom) Wie genau funktioniert die Plattform?

(WT) Ich erläutere es am besten jeweils aus Verkäufer- und Käufersicht.

Whiskytrust als Verkäufer: Der Whisky wird bei uns eingesendet und von Experten auf Echtheit geprüft. Nach Annahme  wird fotografiert und die Flasche(n) in die Auktion aufgenommen. Wir behalten uns vor bestimmte Flaschen nicht anzunehmen und senden diese dann nach Prüfung ggf. zurück, sollten Zweifel (z.B. an der Echtheit) nicht ausgeräumt werden können.

-Der Einsender kann entweder frei versteigern oder einen Mindestpreis festlegen.

 -Wir garantieren dem Verkäufer die sichere Lagerung nach Eingang und dem Käufer die vorhandene Ware. 

-Die Festlegung des Mindestpreises  (Garantiepreis) kostet den Einsender einen Aufschlag gegen die freie Versteigerung. Grundsätzlich teilen sich Käufer und Verkäufer die Auktionskosten von 16%.

-Also werden jeweils 8% des Hammerpreises beim Verkäufer abgezogen und beim Käufer hinzugerechnet.

Ein kurzes Beispiel:

Hammerpreis 100,-  Auszahlung an Einlieferer (92%) = 92€ Kosten für den Gewinner (108%) = 108€ (zuzüglich Lieferkosten bei Lieferung)

Hammerpreis 300,- 276,- Einlieferer / 324,- Gewinner etc.

Neben den Auktionskosten fallen natürlich noch Kosten an für Verpackung, Versand und Versicherung, die wir aber noch auf der Seite veröffentlichen werden.

Für Mindestpreise / Garantiepreise gelten nur für den Einlieferer andere Regeln. Diese werden nicht angezeigt, aber sollte die Flasche zu / über diesem Preis versteigert werden, werden dem Einlieferer 90%, also 2% weniger ausgezahlt. Wird die Flasche nicht zum Mindestpreis versteigert, kann sie insgesamt dreimal eingestellt werden, der Mindestpreis ggf. nach unten korrigiert werden. Danach geht sie zu Lasten den Einsenders (Verpackung & Versand nach Liste) zurück, oder muss abgeholt werden.

Whiskytrust als Käufer: Als Käufer funktioniert die Plattform  relativ simpel. Zunächst muss man sich anmelden, und vor Beginn der ersten Auktion gibt es ein Auktionspaket zu erwerben für 5 Euro, was zur Teilnahme an der Auktion berechtigt. Beim ersten Zuschlag werden diese 5 Euro dann aber wieder gutgeschrieben. Der Rest wird eigentlich selbst erklärend sein, man kann auf ausgewählte Flaschen bieten. Wenn man überboten wird, bekommt man eine Benachrichtigung, und der Höchstbietende erhält letztlich den Zuschlag. Sollten Mindestpreise vorhanden sein, wird das vorher angekündigt. Dort erhält man natürlich nur den Zuschlag, wenn dieser Mindestpreis erreicht wurde. Wenn das im Verlauf der Auktion geschehen ist, wird sofort sichtbar, dass die Flasche nun definitiv versteigert wird.

 

(nom) Welche Gebühren fallen an und wie hoch sind diese?

(WT)

a. für Verkäufer  

Auf den Hammerpreis kommen 8 % bzw. bei Mindestpreisfestlegung 10 % zzgl. der Kosten für  die Einsendung / Einlieferung die der Verkäufer tragen muss.

 b. für Käufer

Auf den Hammerpreis kommen 8 % + ggf. Verpackung, Versand und Versicherung. Selbstabholung – auch ohne Verpackung – wird möglich sein.

 

(nom) Welche Zahlungsmethoden werden angeboten?

(WT) Zunächst starten wir mit Kreditkarte (Visa/Master), das gewährleistet z.Zt. die größte Sicherheit für alle Parteien (Verkäufer, Käufer, Whiskytrust).

 

(nom) Was unterscheidet euch von anderen gängigen Plattformen in Deutschland (wie Krüger u. ebay)?

(WT) Wir sind mit 16% (18% maximal) deutlich preiswerter als unsere Wettbewerber. Das ist für uns das wichtigste: Kunden sollen zu fairen Bedingungen Ihre Schätze austauschen können!

Wir haben ein Mindestpreisgebot als Versteigerungsoption für den Verkäufer. Das minimiert das Risiko für größere Verluste.

Wir haben eine Qualitätskontrolle von sehr erfahrenen Experten. Fälschungen und Betrug sind somit weitgehend ausgeschlossen.

Wir haben eine neue innovative Technologie die auch mobilen Endgeräten die bestmöglichen Handlungsoptionen in der Auktion (z.B. unterwegs) ermöglichen:

„Responsive Webdesign“, somit sind wir einfach, schnell und sicher.

 

(nom)  Wie bist du ganz persönlich zum Whisky gekommen?

(WT) Ich selber bin durch meine Tätigkeit als Geschäftsführer bei Scottish Import erstmalig mit Whisky in Berührung gekommen und bin, im Vergleich zu den Teammitgliedern von Whiskytrust, noch relativ neu in der Szene. Über Sandra und Bernd Metzger (Inhaber von Scottish Import) habe ich vor einiger Zeit  Yasmine Schad und ihren Mann Oliver kennen gelernt, die beide seit vielen Jahren die Liebe zum Whisky pflegen. Durch gemeinsame Tastings haben sie die Flamme schließlich auch bei mir entzündet.

(nom) Woher stammen die ersten Einsendungen, gibt es einen Unterstützerkreis?

(WT) Wir haben natürlich unsere Freunde und Bekannten informiert was wir machen, und v.a. wie genau. Da fiel es vielen nicht schwer uns auch gerne Flaschen zur Verfügung zu stellen. Wir haben viele ermutigende Rückmeldungen erhalten. Derzeit haben wir schon ca. 200 Flaschen eingeliefert bis evtl. sogar 300 Flaschen (zugesagt) für die nächsten Auktionen, und die Einlieferungsfrist geht ja noch bis zum 15.07.! Wenn wir auch informativ in eine breitere Öffentlichkeit gehen, werden das sicher noch einige Kunden mehr. Da wir nicht davon leben müssen, sondern das ganze eher als „Club der Liebhaber“ betrachten, können wir es ganz entspannt angehen. Uns ist nur wichtig, dass das Angebot stimmt und alle zufrieden sind.