Ardbeg Perpetuum, Originalabfüllung, 47,4% alc.
Ausbau: Bourbon - und Sherryfässer
Region: Islay, Schottland

Es gibt keine offizielle Angabe zur Anzahl der Flaschen, in Deutschland wurden alleine am Ardbeg-Day 1.000 an die Teilnehmer_innen verteilt. Zusätzlich wurden die Händler beliefert.

Nase: Dezent rauchig, ein wenig zurückhaltend. Dazu klare Vanillearomen, Toffee und etwas Malz, eventuell sogar Banane. Der Rauch verbleibt die gesamte Zeit im Hintergrund, erinnert dabei an die See und ganz entfernt an einen Fischkutter. Er wirkt etwas jung und flach.

Gaumen: Mild und ziemlich süß, erst nach ein paar Sekunden wird er würziger und der Rauch kommt hervor. Neben Vanille, Äpfeln und Zitrusfrüchten tritt eine Pfeffernote auf.

Abgang: Lang, süßlich und mit frischen Zitrusfrüchten. Der Rauch wird hier endlich mal etwas kräftiger, Lagerfeuer am Kiesstrand, Pfeffer und etwas Asche.  

Fazit: Die Nase ist flach und jung, geprägt von Vanille. Wo da Sherryfässer sein sollen, weiß ich nun wirklich nicht. Irgendwie erinnert der Whisky mich an einen leicht getorften Blasda, nur der Abgang weiß wirklich zu überzeugen. Meiner Meinung wird hier nicht die 200-jährige Geschichte von Ardbeg präsentiert, der Perpetuum ist eher ein Ausblick in die Zukunft: Zu wenig Kapazität, zu viel Nachfrage.

80/100 Punkte (verkostet 2015, ca. 80 €)
Ich danke Moet Hennesy für die Probe und Tom Zemann für das Foto!