Originalabfüllungen

Aberlour 12 Jahre "Double Cask Matured", Originalabfüllung, 43% alc.

Ausbau: Sherry-und Bourbonfässer, Region: Speyside, Schottland

Nase: Frisch und saftig, Rosinen, Erdbeeren, Milchcreme und Honig. Mit etwas Zeit an der Luft werden die fruchtig/würzigen Sherryaromen stärker. Dazu gesellen sich Tabak und leichte Wintergewürze sowie eine Spur Zimt und ganz entfernt etwas Kakao. Auch getrocknete Aprikosen sind zu finden.

Gaumen: Etwas bitter zu Anfang, dann folgt die süßliche Frucht, insbesondere Johannisbeeren. Auch eine leicht säuerliche Note macht sich bemerkbar, dahinter folgt leicht bittere Orangenschale. Beim zweiten Schluck dann Banane und Walnüsse.

Abgang: Mittellang mit leichter Zartbitterschokolade. Dazu Malz und etwas Getreide, ziemlich mild.

Fazit: Solide mit schönem Preis-Leistungsverhältnis. 83/100 Punkte (verkostet 2013, ca. 35 €)

 

Aberlour Glenlivet 12 Jahre, 40% alc. Originalabfüllung aus den 70er Jahren.

Region: Speyside, Schottland

Foto: Whiskycuse

Nase: Schöner Antritt, er beginnt erst fruchtig mit Zitrusfrüchten und Sherryaromen, ein wenig Heidelbeere und ziemlich reife Pflaumen. Zusätzlich sind hier richtig schöne Tabaknoten, es riecht nach altem Holz. Der Eindruck ist trocken, fast schon ist ein minimaler Rauch im Hintergrund zu erkennen.

Gaumen: Vollmundig und intensiv, mit Sherry und einer schönen Kante Eichenholz. Die Zitrusfrüchte der Nase sind wieder da, leicht bitter und würzig erscheint die Eiche. Zum Ende hin eher trocken.

Abgang: Mittellang und trocken, mit würzigen aber auch etwas bitteren Eichennoten.

Fazit: Ein sehr schöner dram. Ich danke whiskycuse diesen verkosten zu können. 85/100 Punkten (verkostet 2014, in Auktionen ca. 80 €)

 

Aberlour 15 Jahre "Sherry Wood Finish" (Version in der Standardflasche) Originalabfüllung, 40%.

Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer, Finish im Sherryfass; Region: Speyside, Schottland

Nase: Fruchtig aber zugleich auch würzig, mit Toffee und Karamell. Etwas leichter Honig, auch Nüsse sind zu finden. Ein Hauch Muskat und Zimt. Die Frucht würde ich als frühreife Mischung von Waldbeeren einordnen. Wirkt eher trocken.

Gaumen: Leicht und cremig, starke Speichelbildung. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Komisches Mundgefühl, welches in Bitternoten übergeht. Wird trockener, Mandeln und Kastanien, Malz und angekohltes Brot.

Abgang: Mittellang mit Stachelbeeren, Gewürzen und schönen Eichennote.

Fazit: Der Gaumen war eigenartig - je größer der Schluck, umso besser wird der Eindruck. 74/100 Punkte (verkostet 2014, ca. 45,00 €)